Bericht von Andreas Gruber

Teilnehmer

Simon Brantschen (TL)
Patrizio Brantschen (TL)
Serge Schnidrig (TL)
Elsbeth Imboden
Heiri Bernet
Andreas Gruber

Pulvergenuss auf dem Hohture

25.01.2026

Wir treffen uns um 7:40 Uhr beim Depot in St. Niklaus. Die Stimmung ist gut, die Gefühle sind gemischt. Frischer Schnee, Nebel – irgendwie wirkt der Morgen unfreundlich. Zum Glück ist da der Gruppenzwang sowie das Bewusstsein, dass wir alle im selben Boot sitzen. Wir füllen das erste Auto und fahren los. Unser Tourenleiter, Simon Brantschen, holt in Visp noch Serge und Patrizio ab, und wir treffen uns schließlich beim Lift im Rothwald.

Nach einem fröhlichen Hallo starten wir motiviert in Richtung Hohture. Teils gespurt, teils ungespurt bahnen wir uns den Weg dem Ziel entgegen. Ein paar „Wilde“ in aerodynamischen Anzügen überholen uns, sodass sie dankenswerterweise die Arbeit des Spurens übernehmen. Wir kommen gut voran und erfreuen uns am Wetter, das von Minute zu Minute besser wird. Was wir ebenfalls nicht übersehen können, ist die dicke Neuschneeschicht.

Nach rund 1:45 Stunden sind die 700 Höhenmeter bezwungen. Die Aussicht mit den Wolken, dem blauen Himmel und dem Nebelmeer ist grandios. Nach dem Umziehen wird die verbrauchte Energie mit etwas Schokolade aufgefüllt, damit wir für die Abfahrt gewappnet sind.

Der Schnee ist tief und schön zu fahren; Steine treffen wir so gut wie keine. Alle sind glücklich – schon lange hatten wir nicht mehr so gute Verhältnisse. Die Idee kommt auf, noch einmal aufzusteigen, doch leider müssen wir diesen Plan verwerfen, als wir die „sich bewegenden Bäume“ am Grat sehen: Es sind die Massen an Tourengängern, die wir beim Aufstieg bereits beobachtet hatten. Alleine ist man in dieser Gegend wirklich nie!

An der Wasenalp angekommen, organisiert uns Serge einen tollen Tisch mit Fernsicht. Hier gönnen wir uns die Rösti, von der Elsbeth schon beim Aufstieg geschwärmt hat. Ein heimisches Bier – Verzeihung, ein isotonisches Getränk – und ein abschliessender Kaffee runden den Besuch ab. Ein wunderbarer Sonntagsausflug geht zu Ende, und wir sind zeitig zu Hause, um unseren Familien vom Erlebten vorzuschwärmen.