Bericht von Philippe Chanton

Teilnehmer

Philippe Chanton (TL)
Ralf Klappert
Jeanette Klappert
Elsbeth Imboden
Katja Aufdenblatten
Peter Werro
Serge Schnidrig
Iwan Kalbermatten

Herbstwanderung im Vallon de Réchy

4. Oktober 2026

Zuerst schien es fast so, dass ich die Herbstwanderung ins Vallon de Réchy alleine unter die Füsse nehmen müsste. Doch je näher der Sonntag kam, umso zahlreicher wurden die Anmeldungen was schlussendlich in 8 Teilnehmenden aus 3 Kantonen resultierte. Rendez-vous war bei der Gondelbahn in Vercorin, welche uns gemütlich auf die Crêt-de-Midi brachte, wo wir uns erstmals ein Café genehmigten. Die Vorfreude auf eine schöne Landschaft war gross und bald hatten wir uns für die Option mit der Besteigung der La Brinta (2’659 m) entschieden.

Bereits beim Start versprach der herbstlich verzierte Himmel einen aussergewöhnlichen Bergtag. Die klare Herbstluft sorgte für eine tolle Fernsicht, während die ersten Sonnenstrahlen die roten Heidelbeerstauden zum Leuchten brachten. Mit jedem Höhenmeter öffnete sich der Blick weiter über die Walliser Alpen und das Rhonetal – ein Panorama, das zum Innehalten einlud.

Das Vallon de Réchy zählt zu den letzten weitgehend unberührten Hochtälern des Wallis. Ohne Strassen, ohne touristische Grossinfrastruktur und mit seiner geschützten Moorlandschaft vermittelt es ein Gefühl von Ursprünglichkeit, das in unserer Zeit selten geworden ist. Glitzernde Bergseen, stille Moore, alpine Wiesen und schroffe Felsformationen prägen diese einzigartige Landschaft und machen das Tal zu einem Naturjuwel von nationaler Bedeutung.

Der Anstieg zur La Brinta führte zunächst über sanfte Alpweiden, bevor der Weg zunehmend alpinen Charakter annahm. Die letzten Meter zum Gipfel verlangten nochmals Konzentration und Trittsicherheit, wurden aber mit einem überwältigenden Rundblick belohnt. Von hier schweifte der Blick über die Gipfel des Val d’Anniviers, das Rhonetal sowie die imposanten Walliser Viertausender sowie Berner Gipfel.

Der Abstieg führte wieder durch das herbstlich gefärbte Vallon de Réchy. Immer wieder blieb Zeit für kurze Fotostopps oder einfach nur, um die Schönheit dieser einmaligen Landschaft bewusst zu geniessen. Mitten in dieser Landschaft fanden wir ein schönes Plätzen für ein Apéro und unsere Mittagspause bevor der lange Abstieg bis hinunter auf die Bisse de Vercorin unsere Beinmuskulatur in Anspruch nahmen.

Entlang der Bisse konnten wir gemütliche Gespräche führen und merkten kaum, dass wir schon bald wieder in Vercorin eintrafen. Dieses schöne Bergdorf mit zahlreichen Chalets und Villen ist jedenfalls ein Besuch wert. Dank Ralfs gutem Kartenstudium fanden wir einen direkten Weg zurück zu unseren Autos und von da nicht weit zum Abschlussapéro. Die Saison 2026 der JO-SAC Zaniglas fand bei Trockenfleisch und Käse einen würdigen Abschluss. Auf ein Neues im nächsten Jahr!