Bericht von Andreas Gruber
Teilnehmer
Dennis Gruber (BF)
Peter Werro (TL)
Imboden Elsbeth
Aufdenblatten Katja
Aufdenblatten Myriam
Lochmatter Peter
Gruber Andreas
Wintertourentage 2026: Gran Paradiso
27.-29. März 2026
Tag 1 Rifugio Vittorio Emanuele 2719 m.ü.M.
Früh morgens werden die Teilnehmer von St. Niklaus eingesammelt und wir fahren los. Die übrigen Teilnehmer treffen wir in Martinach beim Kaffee. Nun wird gemeinsam bis zum Startpunkt gereist, die Felle montiert und ein Auto Tal auswärts platziert, was am Sonntag die Heimreise vereinfachen soll.
Gut gelaunt und erstaunt über das kühle Klima wird bei perfektem Wetter der Anstieg in Angriff genommen. Im oberen Bereich werden fürs Wohlfühlen die Harscheisen montiert! Nach dem einzigen steilen Aufstieg sind wir, sobald das Terrain flacher wird, schon bei der Hütte! Bei Sonnenschein trinken wir das erste Bier und genießen das Hüttenleben. Die Hütte wurde erst am Vortag in Betrieb genommen, entsprechend kühl werden die Zimmer wahrgenommen. Spätestens nach dem Abendessen haben alle warm. Da es keinen Internetempfang gibt wird viel geredet und zeitig zu Bett gegangen! Auf eine ruhige Nacht und genug Kraft für die morgige Tour.
Tag 2 Grand Paradiso 4061 m.ü.M
Nach dem Frühstück starten wir zeitlich solide im Mittelfeld. Das Wetter ist weniger kalt als erwartet, aber sehr schön und sonnig. Der Wind wird uns aber den ganzen Tag begleiten. Wir steigen unter der tollen Führung von Dennis Gruber im ordentlichen SAC Tempo auf. Bei den ersten Sonnenstrahlen haben wir auch die erste Pause eingelegt! Bisschen Kraftfutter und probieren den sehr süße Marschtee. Wir steigen weiter steil auf. Am Skidepot angekommen wird auf die Steigeisen umgerüstet, die Seile werden geknüpft und die 6er Gruppe steigt zum Gipfel auf. Ein Nachzügler, der es doch noch zum Depot geschafft hat, wird nach der Rückkehr der Gruppe noch zum Gipfel geführt. So kann das ganze Team den Gipfelerfolg verbuchen. Die Rundumsicht auf dem einzigen 4000er, welcher vollständig auf italienischem Boden steht, entschädigt alle Mühen des Tages.
Die Abfahrt zur Hütte namens Rifugio Federico Chabod 2705 m.ü.M wird nur mit wenigen Schwüngen im Pulverschnee belohnt! Durch den Wind und den Temperaturen war das Fahrgefühl eher mäßig…
Nach der wärmenden Suppe und den ersten Getränken wird ein vorabendlicher Mittagsschlaf eingelegt, damit das Abendessen ausgeruht und ein bisschen aufgewärmt genossen werden kann.
Wir stehen sehr früh auf. Über Nacht wurde uns 1 h gestohlen (Zeitumstellung). Nach einem tollen Frühstück machen wir uns auf den Weg. Der Start ist wenig versprechend. Nebel, leichter Schneefall und sehr kühl…. Doch unsere gute Laune und der unerschütterliche Glaube, dass das Wetter gut kommt, werden belohnt. Kurz nach dem Start klart es auf und wir genießen das wuchtige Panorama. Wärmer wird es jedoch nicht, somit wird auf eine Pause verzichtet.
Wir haben die 700 hm bald mal hinter uns gebracht. Unterhalb des Passes wird angeseilt, die Ski werden auf den Rucksack gebunden und die Steigeisen und Pickel kommen abermals zum Einsatz. Die Portage im Aufstieg ist kurz. Wir sind in 2 Seilschaften unterwegs. Voran geht unser Führer Dennis mit seiner Gruppe. Die zweite Gruppe übernimmt der Tourenleiter Werro Peter. So kommen wir alle gut über den Pass und stehen endlich in der Sonne. Wir verpflegen uns und bereiten alles für die Abfahrt vor.
Nach der gestrigen Abfahrt waren die Erwartungen nicht so groß, doch der Plan von Dennis geht perfekt auf. Die ersten Hänge können wir mit perfektem Pulverschnee genießen.
Im unteren Bereich folgt dann doch noch ein Slalom um die Steine. Zum Schluss passiert noch das Unmögliche… wir erkennen, dass wir bis an die Straße fahren können, ohne auch nur 1 Meter die Ski getragen zu haben. Natürlich kommen wir auch genau da raus, wo wir vor 2 Tagen das Auto abgestellt hatten.
Nachdem wir das 2. Auto geholt haben, umgezogen sind und genügend getrunken und geknabbert haben, entscheiden wir ein paar Dörfer weiter unten in einem Kobold Restaurant zu essen.
Mit vollen Mägen, vielen schönen Eindrücken und Erinnerungen verabschieden wir uns gegenseitig und sind am späten Abend alle wieder wohlbehalten zu Hause.
Einen großen Dank an das tolle Team und unseren Führer, Dennis Gruber.










