2-Tages Wanderung auf den Cornettes de Bises
und den Grammont

Am Samstag den 28. September 2013 trafen wir eine gutgelaunte Gruppe von SAC Zaniglasern in einem abgelegenen Seitental des unteren Wallis oberhalb Vouvry an. Trotz erst unsicherer Wetterprognose strahlte der Himmel blau und die Sonne wärmte. Nach Priska's Erklärung der 2-Tages Wanderung, starteten wir erst durch farbenfrohe Herbstwälder und dann steil bergauf über Bergwiesen, bis wir nach 1 ½ Stunden einen Talkessel erreichten, der von schroffen Bergzacken umrundet, den Blick auf den Passübergang Les Vernes nach Frankreich freigab. Da der Weg bis zur Passhöhe sehr breit war, hatten wir viel Zeit zum plaudern und SAC Mitglieder kennenzulernen, die wir auf Skitouren im Winter nie antreffen.

Oberhalb des Passes an der Grenze zu Frankreich machten wir Mittagsrast und kamen in den Genuss von diversen frischen Bergkäsen, die Carlo auf halbem Weg bei einer Alphütte eingekauft hatte. Die letzten Höhemeter bis zum Cornettes de Bise verliefen durch steiles und geröllreiches Gelände das, obwohl ungefährlich, einiges an Konzentration abverlangte, um den besten Weg durch die Gesteinsbrocken zu finden. Auf dem Cornettes de Bise tat sich uns eine grandiose Aussicht auf den Genfersee und die umliegenden Berge auf. Nach dem Abstieg über Geröll und Schotter erwartete uns Priska mit Wein und Panettone, und wir fühlten uns wie an Herbst und Weihnachten gleichzeitig.

Die Wanderung zum Lac de Taney war gemütlich und führte über breite Wege durch Kalksteingelände das an die Marsoberfläche erinnerte. Philippe der den Regen vorausahnte, drängte uns immer wieder vorwärts, und so erreichten wir beim ersten Regentropfen das Refuge du Grammont. Bei einem kühlen Bier genossen wir die mystische Atmosphäre des Sees. Leider konnte sich niemand zu einem Sprung in den eiskalten See durchdringen. Das Refuge war sehr liebevoll eingerichtet, es gab warmes Wasser im Überfluss und das Abendessen war wie in einer kanadischen Blockhütte ganz „American Style“. Einige unserer Teilnehmer hatten dabei die Gelegenheit zum ersten Mal einen Hamburger zu geniessen. Die Weinkarte war auserlesen und an Walliserwein und interessanten Gesprächen mangelte es nicht.

Am nächsten Morgen überraschte uns erneut trotz schlechter Wetterprognose ein blauer Himmel und wir wanderten auf den Grammont. Von dort oben hatten wir eine herrliche Sicht übers Nebelmeer und die Freiburger Alpen bis hin zum Mont Blanc. Zurück im Refuge gabs noch ein kurzes Abschiedsbier, bevor wir den steilen und zum Teil beschwerlichen Abstieg nach Le Flon in Angriff nahmen. Kurz nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten und im trockenen Auto sassen, begann es zu regnen. Der Plan ging also wunderbar auf.

Wir durften zwei tolle Wandertage in guter Gesellschaft erleben, und einen Teil der Walliser Alpen entdecken der uns wohl für immer verborgen geblieben wäre.

Vielen Dank an Priska und Philippe fürs organisieren und allen andern für die gute Gesellschaft.