Pulverabfahrt an der Monte Rosa (28. Februar 2015)

Eine Gipfelabfahrt mit erleichtertem Aufstieg soll es werden. So starten wir am Samstag schon früh morgens nach Zermatt, um die ersten Heliflüge auf die Monte Rosa zu erreichen. Es ist aber immer noch grau und schneit leicht und die Helikopter warten im Hangar auf Ihren Einsatz. Als wir dann um 9.00 Uhr immer noch im Kaffeestübli warten, der Wolkendeckel sich nicht unwesentlich auflöst, zweifelt der eine oder andere dann doch, ob wir heute denn wirklich noch fliegen. Um halb zehn strömen dann Heerscharen von Gästen auf den Heliport. Und endlich öffnen sich die Tore des Hangars und die Helis werden startklar gemacht.

Die erste Gruppe fliegt zum Aeschihorn und dann sind wir an der Reihe. Kurz durchfliegen wir noch ein paar Nebelschwaden und kurven um die Wolken doch bereits bei der Pfulwe lüftet sich die Decke und wir geniessen ein gigantisches Bergpanorama, tief verschneit. Der Heli lässt uns auf 4200 m Höhe aussteigen und wir warten da noch auf die letzten unserer Gruppe, eh wir uns in dieses grossartige Vergnügen stürzen.

Jean-Paul in Begleitung von Christian Imstepf instruiert uns kurz, wie wir uns auf dem Gletscher zu verhalten haben und dann darf es losgehen. Über Nacht hat es leicht geschneit, so dass wir unsere Spuren in frischen Pulverschnee ziehen können. Nur wenige Male müssen wir Spur fahren, viele Hänge dürfen wir ausnutzen und unsere eigenen Kurven ziehen. Die Gruppe wird zunehmend übermütiger und so wird dann auch der eine oder andere coole Sturz produziert. Die Kulisse dazu einfach überwältigend und wir stoppen immer mal wieder für ein schönes Foto. Da es angenehm von der Temperatur war, konnten wir gut immer wieder mal anhalten und auf die wunderschöne Gletscherwelt zurückblicken. Bei stahlblauem Himmel und Sonnenschein, ein Erlebnis der Superlative.

Ganze 2400 Höhenmeter Abfahrt und das bei besten Verhältnissen. Jean-Paul hat das Gelände optimal ausgenutzt, so dass wir wirklich jeden möglichen Hang ausnutzen konnten. Am liebsten wären wir gleich nochmals hoch geflogen. Links an der Monte Rosa Hütte vorbei noch den letzten Hang zum Gorner-Gletscher, auf dem wir hinaus Richtung Zermatt fahren. Ab und zu müssen wir mit den Stöcken nachhelfen und dann wieder in rasantem Tempo um Steinblöcke. Wer gedacht hat, dass es das war, wurde eines besseren belehrt. Wir haben noch die Gornerschlucht zu durchqueren. Hier lohnt es sich nicht, zu fallen, denn da sind grosse Wasserlöcher und vor allem grosse Felsen. Fixseile helfen uns, an abschüssigen und bereits teilweise vereisten Stellen abzurutschen. Über uns thront ein gigantisch überhängendes Felsdach. Bei einem grossen Felsen helfen uns dann unsere Bergführer und liessen uns auf dem Allerwertesten am Seil hinunter. Unten wurden wir von Georg in Empfang genommen.

Adrian und Jean-Paul wagten die Abfahrt/Sprung vom eisigen Felsen. Weiter unten überquerten wir noch eine Hängebrücke ehe wir wieder etwas aufsteigen mussten, um mit letztem Schwung die Skipiste von Zermatt zu erreichen. Da konnten wir das Bier förmlich riechen. Im Sylvana - GitzGädi - hat Jean-Paul für uns reserviert. Das Apéritif und den ersten Gang konnten wir noch bei Sonnenschein auf der Terrasse geniessen, dann aber wechselten wir in die warme Stube. Den Abschluss machten wir dann im Hennustall. Da hatten einige einen klaren Heimvorteil.

Vielen dank für den bombastischen Tag oder wie heisst doch noch die Steigerung…... Wir hätten es schlechter haben können.