Skitour auf's Spitzhorli (2737m) am 12. Januar 2014

Zum neuen Jahr hat uns Petrus einen wunderschönen Skitourentag beschert. Wir mussten die Tour zwar um eine Woche verschieben, was sich aber ausbezahlt hat.

Simplon ist unsere Zielregion, wohin genau verrät uns Kusi erst am Start. Vom Parkplatz Simplon Monte Leone führt uns die Tour zuerst abwärts durch eine Mulde und von da stetig angenehm steigend am Tochuhorn vorbei. Das Spitzhorli, unser Ziel, ist noch lange nicht in Sicht. Zu unserer linken Seite zeigt sich dafür der wunderschöne Straffelgrat.

Wir waren gemütlich unterwegs und machten immer wieder mal eine kurze Pause und die beiden Bergführer Kusi und Angelo haben die Gelegenheit genutzt, uns auch noch Wissenswertes auf den Weg zu geben. Da der Aufstieg mehr einer Piste als einer einzelnen Aufstiegsspur glich, sind wir zum Teil paarweise gelaufen und so ergaben sich auch immer wieder nette Gespräche.

Kurz vor dem finalen Aufstieg auf den Gipfel  auf einer Einsattelung bot sich uns ein Panorama, wie aus dem Bilderbuch. Tiefblicke ins Nanz- und Rhonetal und Fernblicke in die gesamte Mischabelgruppe und das Zaniglaser Dreigestirn Weisshorn, Bishorn und Brunegghorn. Alle tief verschneit. Und geradeaus begrüsste uns  oho .. das Bietschhorn, das einige von uns nun von näherem kennen. Dieses Panorama war Ansporn genug, die letzten Höhenmeter hinter sich zu bringen.

Auf dem Gipfel freuten wir uns über das warme Wetter und natürlich auf die Abfahrt. Ein paar Phöteli mit Gipfelkreuz müssen natürlich auch noch gemacht werden. Zuhause muss man ja beweisen, dass man da oben war!

Die Abfahrt gingen wir vorsichtig und behutsam an. Der Schnee war zum Teil weggeblasen, dass das Kraut und die Steine hervorschauten. Da wollten wir nichts riskieren.  Weiter unten waren die Verhältnisse dann wieder besser, so dass sich das Tempo und natürlich die Freude steigerten. Allen voran, galant mit schönen Schwüngen, unser Bergführer Kusi.

An einem der letzten Steilhänge dann eine kleine Mutprobe. Die einen wollten unbedingt diese Stelle auch fahren, obwohl Angelo davon abriet. Doch als Elsbeth wie ein Didier Cuche da runter sauste, war die Diskussion dann plötzlich beendet. Ja übertreiben müssen wir ja jetzt auch wieder nicht, weil wir es schon bis hierher geschafft haben.

Wie es sich für eine JO-Tour gehört, wird diese mit einem Besuch im Mc Donalds gekrönt. Sogar ich komme langsam auf den Geschmack. Vor allem das spendierte Gelato war vorzüglich.

Vielen Dank unseren Bergführern, die uns mit ihrem Humor immer wieder zum lachen brachten und eine wunderschöne Tour zum Saisonstart geboten haben.