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Seniorentour aufs Stockhorn (Binntal)

von Roby Sarbach

vom 03.04.05

Nach der Rücksprache mit dem Hüttenwart der Mittlenberghütte sahen wir uns gezwungen, das Programm etwas umzustellen. Die aperen Südhänge waren für eine Skitour nicht geeignet. Oder man würde die Tourenskis doch ein rechtes Stück tragen. So kam ich mit dem Vorschlag zur Vorbesprechung, unseren Aufstieg auf die Nordhänge oberhalb "Im Fäld" zu verlagern.
Bei der Vorbesprechung kristallisierte sich schon bald heraus, dass ein recht grosses Interesse vorhanden war. Vor allem hatten sich viele "Damen" angemeldet. Das musste natürlich eine grosse Herausforderung für den Bergführer sein!
Da die Temperaturen gegen Mittag schon recht hoch waren, legten wir den Startzeitpunkt auf 6:00 Uhr fest. Am Sonntag konnten wir dann auch mit etwas Verspätung und einer Teilnehmerzahl von 17 Personen die Tour beginnen. Im Binntal fühlte man sich im ersten Moment mit den Tourenskis eher etwas am falschen Ort und es kamen Erinnerungen auf von Skitouren, welche sich dann in eine Wandertour umgewandelt hatten. Kurz oberhalb vom Parkplatz trafen wir dann zum Glück auf den ersten "letzten" Schnee und je höher wir auf der Strasse zur "Grube" aufstiegen, umso mehr wurden die Zweifel bezüglich Schnee verworfen.

           

Bald bildeten sich auch 2 Gruppen, wobei die 1. den Abstand zur Langsameren nur am Anfang ausbauen konnte. Nach einem fast undurchdringlichen Waldgürtel öffnete sich dann endlich das Gelände und wir konnten im Süden unseren Tagesgipfel, das Stockhorn, erkennen. Das Wetter war selbstverständlich ausgezeichnet und die abwechslungsreichen Geländeformen liessen auch für das Auge keine Langeweile aufkommen. Ohne grosse Probleme schafften wir die Schlüsselstelle, und nach ca. 3 Stunden Aufstieg standen wir auf dem liebevoll umgetauften "Stockjihorn". Nach dem obligaten Gipfelmunzi und dem in der Höhe noch besser schmeckenden Gipfelwein, orientierten wir uns über die bevorstehende Abfahrt. Dank den Informationen eines ortskundigen Bergführers gelang es uns, die optimalen Hänge auszunützen und so kamen alle auf Ihre Kosten. In guter Gesellschaft und mir erstaunlich guten Verhältnissen konnten wir bis kurz oberhalb den parkierten Autos abfahren. Zum krönenden Abschluss konnten wir auch noch ein Apéro mit Roggenbrot, Hobelkäse von der Alpe Jungen und diversen Getränken geniessen.

    

Gegen 15:00 Uhr trafen die Teilnehmer der Seniorentour 05 alle wieder wohlbehalten am Ausgangsort ein. Dank der guten Vorbereitung von Philipp war es möglich, dass an einer Seniorentour so viele Teilnehmer dabei waren. So besteht auch nicht die Gefahr, dass dieser Traditionsanlass eingehen wird.