Freeride im Rothwald - Canadian Day (2. Februar 2014)

Trotz Schlechtwetterbericht liessen sich fünf Freerider zusammen mit unserem Bergführer Jonas nicht davon abhalten nach Rothwald zu fahren. Über Nacht hat es geschneit und wir waren gespannt auf die vorherrschenden Verhältnisse.

In munterem Schneetreiben und Nebelschwaden haben wir zeitig unsere Destination erreicht und haben uns noch eine schnelle Stärkung im Restaurant Schutzhaus gegönnt. Die Tasse war noch nicht leer, hat Jonas schon zum Abmarsch geblasen. Schliesslich wollten wir vor der ganzen Italienerflut als Erste am Lift sein.

Oben angekommen ging es auch schon direkt in den Pulverschnee. Die Überraschung war gross, als wir bis zu den Knien eingesunken sind. Es hatte gute 40-50cm Pulverschnee! Flache Passagen waren fast nicht zu fahren, im tiefen Schnee war kein vorankommen. Aber unser Guide Jonas hat uns geschickt in die steileren Passagen geführt und dann ging die Post ab. Mit genügend Schwung kam dann auch die Freude am kühlen Weiss - glücklich wer einen Rockerski hat - ich glaube, genau dafür wurden die erfunden.

Weiss gepudert und mit einem breiten Lächeln im Gesicht sind wir wieder unten beim Lift angekommen. Dieses Szenario sollte sich dann noch einige Male wiederholen.

Immer wieder haben wir andere Routen gewählt und haben auch den einen oder anderen Hang 'entjungfert'. Der Begriff 'kanadische Verhältnisse' ist einige male gefallen, von Elsbeth war jedenfalls zeitweise nur der oberste Viertel zu sehen. Aber auch den etwas Grösseren hat es das weisse Pulver von den Skispitzen ins Gesicht gespritzt.

Filmreife Szenen waren auch garantiert und es gab einige Flips, sowie nähre Bekanntschaft mit Bäumen, Ästen und was sonst noch alles so in Wäldern herumsteht. Franz fühlte sich wahrscheinlich kurzzeitig wieder in seine Jungend versetzt, vermutlich wollte er sich aus dem Haselstrauch einen Pfeilbogen basteln ;-)

Jedenfalls haben wir die Kanadischen Verhältnisse genossen und sind gefahren, bis uns allen die Beine gebrannt haben. Es wurde Zeit für den gemütlichen Teil. Im Restaurant Mäderlicka haben wir uns ein feines Fondue und einen guten Tropfen Johannis gegönnt und mit vielen Anekdoten von Reisen um die ganze Welt verging die Zeit wie im Fluge.

Noch eine letzte Abfahrt zum Parkplatz stand bevor und trotz den müden Beinen liess es sich keiner nehmen, nochmals ein paar Schwünge in den Pulver zu ziehen.

Es war ein sensationööööser Tag mit viel Spass, Leidenschaft und freundschaftlichem Beisammensein - so soll es sein!

Danke Jonas für das super guiding!