JO-Kletterlager 2013 in Schwanden (30. Juni - 6. Juli)

Day one (Sonntag, 30.6.2013):
Sonntag 8:00 Uhr (mitteleuropäische Zeit) Treffpunkt Depot in St.Niklaus.

Nachdem auch unser Spätaufsteher Thierry erschienen ist, sind wir mit Sack und Pack Richtung Berner Oberland losgefahren. Nächster Halt Wimmis Steinbruch: Tontauben und Zeckenparadies. Das Wetter war grossartig und der Schweiss rann in Bächen. Nach einigen Kletterversuchen war klar, dass es noch einiges zu trainieren gibt. Auch die Helmregel von Jan wurde sofort eingeführt, kein Helm = 5.- Fr in die Glacekasse. Safety first. Tobias unser Gentlemen holte unsere Spice-Girls von Randa und der Stärkste von Zermatt am Bahnhof ab und somit wurde unsere Gruppe um 3 Personen grösser, Noemi, Nicole und Patrice.

Nach einigen Aufwärmrouten der 'Neuen' fuhren wir dann zum Planschen ins Strandbad von Oberhofen. Michi und Sandro checkten die Wassertemperatur vom See. Michi's feedback: 'Äsch hüära warum' (14 Grad Celcius).

Einige Verschrumpfungen später, kamen wir dann im Lagerhaus in Schwanden an. Unser Küchenteam war so schnell, dass wir gar keine Zeit hatten unsere Zimmer zu beziehen. Das Essen war wie von den letzten Jahren gewohnt, SUPER!

Mit vollen Mägen stellten wir das Volleyballnetz auf und Kusi musste schon seine erste Niederlage einstecken.  ZZZZ, schnarch, ZZZZ.

Day two (Montag, 1.7.2013):
7:00 Uhr Tagwacht. 7:30 Uhr Frühstück. 8:30 Uhr Abfahrt.

Das Wetter war wieder grossartig. Ab ging's ins solothurnische Balsthal, das Zeckenparadies Nummer 2. Bevor es mit dem Klettern losging, gab es wie immer ein ordentliches Aufwärmen. Das Klettergebiet bot für alle geeignete Routen. Nur Gerlindi hing einiges länger in ihrer Route. Nach 45 Minuten gelang es ihr endlich mit Patrice's Hilfe die Route zu bewältigen. Andere hingen derzeit in ihrer Route und genossen die Sonne.

Nach Leerung des Proviants ging es durch den Wald, gefolgt von Zecken, ins Schwimmbad. Hier fanden wir dann endlich angemessene Wassertemperaturen. Michel kam mit Augen 'wiä klepfti Sichrigä' vom Open-Air-St.Gallen zu uns dazu und Rouven vervollständigte nach dem Schwimmen unsere Truppe. Kusi wollte ein Revanche im Volleyball und musste auf dem Beachplatz schon wieder eine Niederlage akzeptieren. Ihn konnte nur noch gutes Essen aufheitern. Berni und Madlene entäuschten ihn nicht.

Auf unserem Volleyplatz neben dem Lagerhaus spielten wir dann bis in die Dunkelheit hinein. Kusi's Team konnte den Sieg erlangen.  Serge unterstützte uns beim Volley und gesellte sich zu einem gemütlichen Abend dazu...Schlaf gut Kusi. Träum was Schönes!

Day three (Dienstag, 2.7.2013):
7:30 Uhr Tagwacht. 8:00 Uhr Frühstück. 8:45 Uhr Abfahrt.

Nachdem Kusi alle geweckt hatte, zog noch kurz Angelo durch das Lagerhaus und weckte unsanft unsere Siebenschläfer (Lochmatter). Auf ging's nach Interlaken. Kurzer Stop im Klettershop: einige vergrösserten ihre Ausrüstung und Marietta nebenan ihre Beauty-Sammlung.

Wir bewiesen unser Können im Klettergebiet Wilderswil. Von Schwierigkeitsgrade 4a bis 7b gab es alles. Jeder pumpte seine Arme, Aldo scheiterte ca. 5 mal in seiner Route, hielt sich aber tapfer. Kusi trieb seinen armen Jungen Gregory die Wand hoch, bis die beiden sturen Köpfe sich fast die Beine ausrissen :-). Als Gregory das Top erreichte, waren aber beide zufrieden. Zur selben Zeit versuchten Denis, Duracell, Patrice, Jan und Michi (Noemi mit Trittschlingen) eine 7a+ Route zu bezwingen. Das Top wurde erreicht, der Sicherer wurde stark gefordert ;-).

Die Hitze vertrieb uns aus dem Klettergebiet und wir 'mussten' ins Schwimmbad nach Thun fahren. Michel, Grinsi, Gerlindi, Angelo, Thierry, Michi, Sandro suchten weiter die Höhen und sprangen vom 5m Turm ins Wasser. Schliesslich konnte sich auch Gregory dazu überwinden. Hier aber vertrieb uns überraschend das Gewitter.

Zurück im Lagerhaus gab es feinstes vom Grill, zubereitet von Jan und Angelo. Gefolgt vom Raclette-Chef Denis. Sie können sich aber nicht mit Madlene und Berni messen :-). Wie immer ging niemand mit Hunger vom Tisch.

Danach war Volley-Time wo Michel mit seiner Grösse die Gegner in die Knie zwang. Unterdessen versuchten Noemi und Nicole ihr Können im Haare schneiden. Bevor Duracell die Angst vor einem Pilzschnitt nicht mehr aushielt, kam Stefanie und verpasste ihm den Feinschliff. Bei Michi klappte es schon viel besser ( meint er ;-) ). Später beim Ligretto gab Dominique trotz etlichen Niederlagen nie auf und verlor tapfer bis zum Ende.

Kleiner Abusitz und ab in die Hajia.

Day four (Mittwoch, 3.7.2013):
8:00 Uhr Tagwacht. 8:30 Uhr Frühstück. 9:30 Uhr Abfahrt.

Kusi war wahrscheinlich müde, dass wir fast eine Stunde länger schlafen konnten :-). Vielleicht war es auch das miese Wetter. Angelo verfolgte die Faulheit und schickte seinen Gettibotsch Aldo, um die Siebenschläfer zu wecken. Mit seinen knappen 30 Kilo Kampfgewicht wurde er fast von Mischi (90kg) erschlagen.

Wegen nicht-Walliser-Wetter ging es in die Kletterhalle BlocZone in Freiburg. Alle tobten sich tüchtig aus. Die Arme litten, die Finger bluteten und die Köpfe rauchten, besonders Marietta. Zu bezwingen galt es die Decke vom Grad 6b. Michi, Rouven, Dönschamin, Patrice, Sandro, Kevin, Marc und Duracell versuchten ihr Glück, erfolglos. Denis musste es ihnen zeigen. Zwei Kletterer aus Freiburg (alias Welsch), ziemlich sicher blutige Anfänger, gefährdeten uns alle mit einem nicht vorbildlichen Sichern: Falsches Sichern im überhängenden Nachstieg! Kusi hielt uns von der gefährlichen Situation fern.

Für's Baden blieb keine Zeit mehr. So vergnügten wir uns mit Shoppen im grossen Einkaufszentrum von Thun. Denis, Thierry und Fernando liessen das Shoppen aus und füllten stattdessen ihre Mägen mit einer ordentlichen Portion Pommes und Flügeli. Mit vollen Taschen trafen wir uns wieder bei den Autos.

Da es von Stefanie den Geburtstag zu feiern gab, wurde viel gegessen und eine super Torte angeschnitten. Die Pommes-Esser bereuten ihre Mahlzeit im Einkaufszentrum! Eine Flasche Champagner wurde geöffnet und auf Stefanie angestossen. Vielleicht waren es auch eins-zwei Flaschen mehr ;-). Serge und Thomi kamen auch zum Anstossen vorbei. Jan sollte noch einen Waffenschein für Champagner-Flaschen erlangen!

Nach gemütlichem Abusitz ging's ins Bett, denn morgen haben wir einen strengen Tag :-).

Day five (Donnerstag, 4.7.2013):
9:00 Uhr Tagwacht. 9:30 Uhr Frühstück. 10:15 Uhr Abfahrt.

Da das Wetter heute noch schlechter war als gestern, entschieden unsere Bergführer, dass wir heute eine kleine Kletterpause einlegen. Also machten wir uns auf, um uns im WestSide so richtig aufweichen zu lassen.

Eine Stunde später sind wir am Zielort angelangt und konnten uns in die Fluten stürzen. In den Salzbädern wurden die müden Arme kuriert, auf den Rutschbahnen konnten sich unsere kleinsten Lagermitglieder austoben und im Dampfbad gab es eine kleine Wasserschlacht, welche jedoch durch einen Bademeister abrupt abgebrochen wurde (Spassbremse!). Thierry und Michel lieferten sich einen erbitterten Kampf, bei dem es darum ging dem anderen mit der flachen Hand auf den geschundenen Rücken zu hauen, was gut sichtbare Resultate hinterliess.

Nach ein paar Stunden hatten alle genug Wasser geschluckt und wir machten uns langsam auf den Heimweg. Zuhause lieferten wir uns 6 Partien Volleyball. Das Team von Kusi hat sich tapfer geschlagen, musste am Ende jedoch eine erbitterte Niederlage einbüssen (5-1). Hungrig und müde haben wir uns über das wieder einmal köstliche Abendessen hergemacht. Als Voressen Melonen mit grünem Salat und als Hauptgang Rahmplätzli mit Teigwaren. Das Dessert bestand aus Glacé mit Meringues und Rahm.

Nach einem gemütlichen Zusammensein sind wir alle müde aber glücklich in unsere Betten gefallen.

Day six (Freitag, 5.7.2013):
8:10 Uhr Tagwacht, 8:30 Uhr Frühstück, 9:00 Uhr Abfahrt.

Nach einem ergiebigen Frühstück, vorausgesetzt man stand zur rechten Zeit auf, ging es zum zweitem Mal in dieser Woche ins Balsthal. Die Zeckenangst ging um. Im Klettergebiet angekommen wich sie dem Kletterfieber. Jung und Alt rockten die Wände. Aldo, unser jüngster Climber am Start gab alles und strapazierte den Sicherer. Trotz Ausschöpfung unserer gesamten Kapazität war die Motivation grösser den je. Kusi musste uns regelrecht von den Wänden zerren.

Später im Schwimmbad ergriff uns die Zeckenangst nochmals als Marietta ihre Zeckenzange zum Einsatz brachte. Die Zecken ersoffen dann im Wasser :-). Weil Aldo die Flasche die ganze Woche frech war, landete er in der PET-Sammlung.

Nach einem super Riz Casimir führte Stefanie die Ehrungen durch. Viel Wein und Blumen wurden verschenkt. Am späten Abend gab es ein paar Runden 'Mörderli' wobei Angelo jedes mal (zu Recht) verdächtigt wurde und Mischi sich immer erfolgreich, wie es sich für einen angehenden Anwalt gehört, verteidigen konnte. Gegen halb zwei ging es dann auch für die letzen ins Bett.

Last day (Samstag, 6.7.2013):
7:30 Uhr Tagwacht. 8:30 Uhr letztes Frühstück. 10:00 Uhr Abfahrt.

Nach Putzarbeit und Fotoshooting aller 357 Leute (mit Marietta 358), ging es ab ins Schwimmbad nach Thun. Den letzten Tag genossen wir mit prallender Sonne und ergiebiger Hitze. Ein letztes Match auf dem Beach-Volleyballfeld entschied den Jahressieger. Kusi wagte sich dieser grossen Herausforderung nicht zu stellen. Er genoss mit Stefanie die schöne Seesicht.

Mit Big-Mac und Pommes schlossen wir unser Kletterlager wieder mit vollen Mägen ab. Zurück im Wallis war wie gewohnt super Wetter und jeder ging dahin...Und wenn sie nicht gestorben sind, dann Klettern sie noch heute.

Danke an alle! War wieder mal ein gelungenes Lager! Merci Kusi und co.

See you next year!